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kalte flure

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du hast unterschrieben, hast die pille geschluckt.
nochmal telefoniert, lebewohl gesagt.
nicht allen, denen man wollte.
viel zu kurz die zeit.

erinnerungen….

du lässt alles hinter dir.
nicht zu wissen ob du wiederkommst.
stark sein, für wen….
zittern in der stimme.

erinnerungen….

die deckenplatten ziehen an dir vorbei.
du schaust nach oben.
zählst mit.
verdrängst.

kalte flure….

du hörst alles
das klackern der schuhe
das rollen der räder
fahrstuhl, türen….

kalte flure…..

ein letzter sonnenstrahl
die tür geht zu.
ein raum voll gerüche und geräte.
du wartest….

kalte flure…..

fragen, antworten.
schläuche, apparate.
summen, licht von oben.
es soll vorbei gehen….

es ist mir egal….

flüstern, stimmen, licht.
gesichter sprechen.
dir ist es egal.
du atmest ein…..

die welt ist schwarz

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innerhall

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gedankengefangen in dir
in sich und um sich selbst drehend
ankämpfen gegen das gefängis der gedanken
gedankenschreie rufen überschlagen sich
potenzieren sich zum innerhall

grabend verzweifelnd nach dem ausgang
aus dem ich aus dem selbst
dem ausweg dem hinweg zum ich
mauern findend aus gedankenstahl
am grund des selbst

augenüberschwemmend
tränenmeer der gedanken
füllend den inneren kerker
fluten im rund der ecken
im innerhall der gedanken

dunkelschmerz

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dunkelschmerz blendend
gellend schreiend
feuerschwert eisgeschmiedet
durchdringt dich
in dir um dich
gläsernde fassaden unzerbrechlich
durchdringlich
innerlich schreiend abwehr suchend
dunkelschmerz glühend gellend

gedankensehnsucht

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nächte allein mauerbauend umhüllend
sein ich versteckend eine rolle spielen
sehnend ausschau haltend
hoffen auf dich

tagsterbend vergehen in des wartens glut
wegtragend der nacht gedanken
gebunden in der röte des morgens
denken an dich

himmelweit den horizont erstreben
gedankenrein blickerhebend
umarmend der seele herz
ich liebe dich

Sommergewitter

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Es ist ein ganz gewöhnlicher Augustnachmittag. So gewöhnlich, wie er nur sein kann.
Die Luft steht über dem kleinen Ort am See. Drückend, heiss. Kein Hauch.
Auf den Feldern zieht einsam ein Traktor seine Runden und pfügt das vertrocknete Getreide unter. Staubschwaden ziehen hinter ihm hoch und legen sich wie eine Glocke über das Feld.
Riecht ihr den Staub auch? Ein Krabbeln, ein Kitzeln in der Nase.
„Hatschi!!“
„Jessas noch mal, so ein Staub aber auch“ fluchte der alte Mann in seinem guten Anzug auf der Bank vor seinem Haus. Sein Kater schreckte hoch und schaute ihn verwundert an.
„Mau?“ sagte er, und wenn man felidaisch könnte, würde man verstehen:“ Was’n los? Was erschreckst du mich so? Ich wollte hier in Ruhe mein Fell braten, aber nun…“.
Der alte Mann kraulte dem Kater den Kopf und sagte leise „Jojo mein Bester, penn ma ruhig weiter, ist nüscht besonders“.
Und so rollte sich der Kater wieder zusammen und der alte Mann schloss dösend die Augen und beide liessen die Gedanken treiben.
Die Minuten streichen dahin….
Vom  nahen Teich am Dorfrand hört man Kinderlachen, Kreischen und Freudensschreie und das Aufplatschen im Wasser, wenn triefnasse Kinder von der am Ufer überhängenden Eiche ins Wasser springen. „Kalle, mach nen Köpper“, schallt es vom Teich herüber. Und PLATSCH. der Kopfsprung schien etwas misslungen, bei d e m Aufprall ist das eher ein Bauchklatscher… Und das Toben am Teich geht weiter.
Brrrrrrrrrrummmmmmmmmmmm, rummmm rrrrummmmm
Der Alte öffnet die Augen. Das ist doch… denkt er… das kann doch nur der Karli mit seiner Drecksschleuder von Motorrad sein. Das hör ich doch unter Tausenden heraus.. Und richtig, Karl mit seiner Knatterkiste kommt die Asphaltstrasse herauf. Auspuffscheppernd und abgasrauchend quält er sein geliebtes Zweirad, das jeder noch so nachlässige Dorfsheriff sofort aus dem Verkehr ziehen würde.
Quietschend hält Karl beim Alten an. Seine Bremsspur brennt sich in den heissen Asphalt.
„Grüss dich Manni“ ruft Karl, während er den Gashebel zog und der armen Kiste ein weiteres Röcheln entlockte.
„Mach gefälligst deinen Stinkhobel aus“ ruft der Alte. „Karli, was willst du denn hier? Juckt dich schon wieder der Hafer dass du bei dieser Temse rumheizen musst? Selbst der Strasse isses zu heiss, der Asphalt wird schon flüssig und müffelt. Und dann noch du mit deinem Stinkebock.“
„Reg dich ab Manni, is alles ok. Ich bin nur mal wieder auf der Suche nach meinen Sohn. Der Deiwel sollte doch im Haushalt was machen, aber weg ist er.“
„Ooooch, den Kalle suchste? Dem gehts gut, der is mit den annern ungen am Teich.“ „Na dann, da krieg ich den nich so schnell weg. Hitze aber auch.“.
„Jo. Kannst nüscht machen. Aber wennde schon mal da bist… bei der Hitze hilft doch nur was Kühles.“ „Recht haste.“ „Na los, ich hab drinne noch ein paar kühle Blonde, holste mal zweie raus …“ „Mach ich Manne, Gläser brauchen wir ja wohl nich.“ „Nö, Pulle reicht.“
Karl holt zwei Flaschen Bier raus und die beiden lassen die Verschlüsse aufploppen. „Prösterchen“ „Hau wech die Pulle“ . Und so sassen die beiden mit dem Kater auf der Bank und tranken ihr kühles Bier.
„Is echt heiss heute“ sagt Karl,“wird Zeit, dass es mal wieder regnet.“ „Jo“, sagt der Alte und schaut in den Himmel. „wird Zeit dazu. Und wenn ich mir das da oben so anschaue, dann dauert das ooch nich mehr lange.“ Am Himmel türmen sich in Richtung Osten Gewitterwolken auf. Dunkel zieht es langsam zum Dorf herüber. „Hmmhmmm“ stimmt Karl zu, „das sieht echt nach Regen aus.“.
Und wie zur Bestätigung zuckt ein Blitz im Osten zur Erde herunter.
21 22 23 KAWUMM, Donner hallt über den Ort.
Aufgeschreckt schaut der Kater hoch, macht einen Katenbuckel und faucht. Dann verschwindet er im Haus.
„Schau dir den Kater an, kaum donnert es, schon haut er ab“ sagt der Alte zu Karl. „Nuja, so sindse nu mal, die Felligen.“ meint dazu Karl „genau wie meine Holde“. „Prost Manni“ „Prost Karli“. Die letzen Schlucke verdampfen in den Kehlen. „Ich muss dann mal weiter.“ „Jo, und lass dich nich klauen mit deiner Schrottkiste“. „Oooch wird schon…“ Karl bockt sein Motorrad ab und knattert davon, eine Abgasfahne hinter sich herziehend.
KAWUMMMM    Der Donner nähert sich. Es wird dunkel über dem Ort und ein Luftzug wirbelt Staub und loses Stroh über die Strasse.
Ein Blitz blendet in den Augen. KAWUMM.
Der Alte schaut hoch und sieht die dunklen Wolken direkt über dem Ort.
KAWUMM und Blitz. Das war jetzt so laut, dass sogar die Fensterscheiben wackeln und klirren.
Und mit einmal klatschen die ersten großen Tropfen auf die Strasse. Dicke Regentropfen, vereinzelt, die den staubgrauen Asphalt schwarz sprenkeln.
KAWUMM. Der nächste Blitz zuckt herunter und aus den Regentropfen werden Fäden aus Wasser.
„Dann werd ich wohl mal“ sagt sich der Alte, steht von der Bank auf, setzt sich in den offenen Hausflur und schaut zu, wie der Regen runterkommt.
Erfrischende kühle Luft zieht von aussen in das Haus. Ein paar Regenspritzer kommen auch mit rein, aber das stört den Alten nicht. Zufrieden schaut er raus, wie es schüttet, atmet die klare frische Luft ein, ohne jeglichen Staub- und Asphaltgeruch. Luft eben, wiw sie nur bei einem Sommergewitter auf dem Land zu riechen ist. Riecht ihr sie auch? Diese frische unverbrauchte Luft?
20 Minuten später lösen sich die Wolken auf und die Sonne kommt durch. Ihre Strahlen spiegeln sich auf dem nassen Asphalt und saugen die Pfützen in einer aufsteigenden Dunstwolke weg.
Von fern hört der Alte wieder die Kinder am Teich toben und Karli mit seinem Motorrad rumknattern. Er atmet die frische Luft tief ein und setzt sich wieder auf die Bank vor dem Haus. Sein Kater wartet dort schon auf ihn.
Beide schliessen die Augen und dösen in der Augustnachmittagssonne vor sich hin….

gedankenversunken

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gedankenversunken
such ich dich

sehnsuchtsgedanken
nur an dich

gedankenträumend
bist du in meinem flehen

traumsuchend
gedankenwirklichkeit wünschend

abschied nehmen

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mein herz blutet
ein leerer platz
in gedanken nur du

abschied nehmen

ich weiss du kommst nie mehr
bist von uns gegangen
hast nun ruhe gefunden

abschied nehmen

was bleibt sind die gedanken
die erinnerungen
deine liebe

abschied nehmen

ich weiss ich muss loslassen
ich weiss aber ich kann nicht
ich lebe aber ich lebe nicht

abschied nehmen

meine schatz, meine prinzessin
ich weiss nicht ob ich es kann
noch nicht

abschied nehmen

ich kann noch nicht
mein verstand sagt ich muss
mein herz weigert sich

abschied nehmen

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